Verkehr
Kommen wir zu einem der ganz großen Themen in den USA, dem Straßenverkehr! Hier gibt es ein paar Dinge zu beachten, die sich grundlegend von Europa unterscheiden!
- Mehrspurige Straßen: In USA darf rechts überholt werden! Wundert euch also nicht, wenn ihr von einem 30 Tonnen Sattelschlepper rechts überholt werdet. Für LKW gibt es keine separate Geschwindigkeitsbegrenzung.
- Stopschilder: Im Gegensatz zu Europa zeigt ein Stopschild nicht an, daß der querende Verkehr Vorfahrt hat. Alle Richtungen haben in der Regel ein Stopschild. Es gilt hier: Wer als erster das Stopschild erreicht hat, fährt als erster los.
- Ausfahrten: Im Gegensatz zu Europa gibt es auf Interstates und Highways auch Ausfahrten, die links weggehen. Dies wird in der Regel rechtzeitig auf Schildern angekündigt. In der Konsequenz heißt das auch, daß es Autobahnauffahrten gibt, die von links einmünden.
- Polizei: Solltet ihr von der Polizei aufgehalten werden, bitte unbedingt beachten. Fahrt rechts ran, steigt nicht aus und öffnet das Seitenfenster! Laßt die Hände unbedingt am Lenkrad, sodaß der Polizist sie gut sehen kann. Die Hände der Beifhahrer sollten ebenfalls gut für den Polizisten zu erkennen sein. Fangt nicht an, in euren Hosentaschen oder im Handschuhfach zu kramen, um Führerschein oder Autopapiere zu suchen! Sagt dem Polizisten, daß ihr Touristen seid und bittet ihn höflich darum, daß er euch das weitere Vorgehen erkären soll. Beginnt keine Diskussionen. Es ist besser die Strafe zu zahlen! Sagt ihm, daß eure Papiere im Handschuhfach oder einer Tasche sind.
- Baustellen: An Baustellen werden Strafen verdoppelt. Das soll dazu dienen, die Bauarbeiter zu schützen. Es rentiert sich also im Baustellenbereich an die Geschwinigkeit zu halten
- Schulbusse: Wenn ein Schulbuss (meistens gelb) anhält und die Warnblinker anmacht, müssen alle anhalten und warten, bis der Schulbus weiterfährt. Das gilt auch für den entgegenkommenden Verkehr. Wer sich nicht daran hält wird von zornigen Eltern bei der Polzei angezeigt und bekommt saftige Strafen aufgebrummt.
- Generelles: Der Amerikaner an und für sich ist ein schlechter Autofahrer. Das liegt zum einen an der schlechten Ausbildung und zum anderen an der Tatsache, daß sie sich beim Autofahren in der Regel mit anderen Dingen wie Kaffee trinken, Telefonieren, Essen, Rasieren, und Hund/Kind frisieren beschäftigen. Wir haben bereits des öfteren gesehen, daß auf dem Schoß des Fahres ein Hund oder Kind gesessen hat. Weil es keinen TÜV gibt, sind viele Fahrzeuge eigentlich nicht in einem verkehrssicheren Zustand. Es ist hier nicht vorgeschrieben, daß ein Reifen eine bestimmte Profiltiefe aufweisen muß. Das Limit ist hier eindeutig das Reifengewebe. Also immer schön aufpassen. Solltet ihr einen Unfall haben bitte, immer die Polizei informieren.
Geld
Ihr seid die Gewinner. Der Dollarkurs ist momentan für USA Reisende aus Europa sehr günstig. Ihr könnt hier mit allen gängigen Kreditkarten zahlen. Allerdings solltet ihr vor dem Abflug klären, wie hoch die Gebühr für den Auslandseinsatz ist. In der Regel beträgt die Gebühr 1% - 1,5%. Bargeld könnt ihr mit eurer EC Karte an jedem Automaten abheben. Es empfiehlt sich allerdings, bereits bei Ankunft ein paar Dollar in der Tasche zu haben, da, wenn ihr mit einem Mietauto von Boston oder New York unterwegs seid, Maut zu zahlen ist.
Einkaufen
Die USA sind in der Tat das Einkaufsparadies. Warum 100 Euro für Jeans bezahlen, wenn man dasselbe Modell hier für 30 - 40 $ bekommt? Eigentlich gibt es dazu nur zwei Anmerkungen zu machen:
- In Geschäften und Restaurants werden die Preise nicht brutto sondern netto angezeigt. Ist eine Jeans mit 30$ gelabelt, wird an der Kasse die sogenannte Sales Tax noch draufgerechnet. In Connecticut sind das momentan 6%. Im Endeffekt kostet die Jeans 31,60$. Der Hintergrund ist, daß die Sales Tax (vergleichbar mit unserer Umsatzsteuer) von den States festgelegt wird und das durchaus unterschiedlich (New Hampshire hat gar keine Sales Tax). Um nun die Preise zwischen den einzelnen Bundesstaaten vergleichbar zu machen, labelt man alles mit dem Nettopreis.
- Es ist erlaubt, waren im Wert von 170$ wieder in die EU einzuführen. Deswegen sollte man bevor man zurückfliegt alle Label und Preisettiketen entfernen. Das macht das Leben des deutschen Zolls bei einer Kontrolle schwerer.
Trinkgelder
In Restaurants werden zwischen 15% und 20% Trinkgelder erwartet, außer der Tip ist schon im Preis enthalten. Das steht dann ausdrücklich auf der Rechnung.
Strom
Im Gegensatz zu Europa sind auf den Stromleitungen nur 110 Volt. Die meisten Handys und Kameras können auch mit 110 Volt geladen werden. Ein Blick auf das Netzteil kann auf jeden Fall nicht schaden. Ausserdem brauch ihr einen Adapter, da die deutsche Stecker nicht in das amerikanische System passen. Adapter gibt es in jedem Elektrohandel oder am Flughafen.